Persönlichkeit

Horne-Östberg Schlaf-Chronotyp-Test

Der Horne-Östberg Schlaf-Chronotyp-Test "MEQ" hilft Ihnen festzustellen, zu welcher Tageszeit Sie am aktivsten und produktivsten sind. Er besteht aus 19 Fragen und ist weltweit anerkannt.

Fragen
19
Zeit
10 Min
Methode
MEQ (Horne & Östberg, 1976)
Bewertung
4.7
Horne-Östberg Chronotyp-Test (MEQ)

Was Sie erfahren

Ihren individuellen Chronotyp auf einer Skala vom ausgeprägten Abend- bis zum ausgeprägten Morgentyp

Die optimale Zeit für intellektuelle und körperliche Aktivität

Empfehlungen zur Gestaltung Ihres Tagesablaufs entsprechend Ihrem biologischen Rhythmus

Wie Sie das Wissen über Ihren Chronotyp nutzen können, um Ihre Produktivität zu steigern

Wichtige Fakten

1976
Erstellungsjahr
Horne & Östberg
Autoren
4.000+
Zitierungen
30+
Validierte Sprachen
r = 0,82
Genauigkeit
50+ Ländern
Verwendet in

Geschichte & Entwicklung

1976

Horne und Östberg veröffentlichen den ursprünglichen MEQ im International Journal of Chronobiology

1989

Smith, Reilly und Midkiff veröffentlichen die Kurzversion rMEQ (5 Fragen)

2004

Roenneberg erstellt den MCTQ als ergänzendes Instrument zur Chronotyp-Bewertung

2012

Internationale Arbeitsgruppe bestätigt die Validität des MEQ für klinische Forschung

2017

Nobelpreis für Physiologie für die Erforschung molekularer Mechanismen zirkadianer Rhythmen

2023

Metaanalyse von 87 Studien bestätigt die Zuverlässigkeit des MEQ über Jahrzehnte der Anwendung

Über die Methodik

Der Fragebogen zur Morgenheit-Abendheit (Morningness-Eveningness Questionnaire, MEQ) wurde 1976 von James Horne und Olov Östberg an der Loughborough University (Großbritannien) entwickelt. Er ist eines der meistzitierten Instrumente der Chronobiologie: Die Originalpublikation hat über 4.000 wissenschaftliche Zitierungen erhalten.

Der MEQ bewertet individuelle Tageszeitpräferenzen anhand von 19 Fragen, die bevorzugte Aufwachzeit, Leistungshöhepunkt, subjektive Wachheit und ideale Tagesroutine umfassen. Die Gesamtpunktzahl reicht von 16 bis 86 und klassifiziert die Befragten in einen von fünf Chronotypen. Die Methodik wurde in Dutzenden interkultureller Studien validiert. Die MEQ-Ergebnisse korrelieren mit objektiven Markern des zirkadianen Rhythmus: Melatoninsekretionsphase, Körpertemperaturminimum und Cortisolspitze.

Dies bestätigt, dass der Fragebogen echte biologische Unterschiede misst. Forschungen zeigen, dass der Chronotyp zu etwa 50% durch Genetik (CLOCK-, PER2-, PER3-Gene) und zu 50% durch Alter, Breitengrad, Saisonalität und Lebensstil bestimmt wird. Das Verständnis Ihres Chronotyps ermöglicht die Optimierung Ihrer Arbeits-, Schlaf- und Sportzeitpläne.

Wissenschaftliche Quellen

Smith C.S., Reilly C., Midkiff K. (1989)
Roenneberg T., Wirz-Justice A., Merrow M. (2003)
Roenneberg T., et al. (2004)
Roenneberg T., Pilz L.K., Zerbini G., Winnebeck E.C. (2019)

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Chronotyp?

Ein Chronotyp spiegelt die individuellen Präferenzen für die Tageszeit der Aktivität und Erholung wider. Er wird durch Genetik und innere biologische Uhren (den suprachiasmatischen Kern des Hypothalamus) bestimmt. Es gibt fünf Kategorien: vom ausgeprägten Abendtyp bis zum ausgeprägten Morgentyp.

Wie genau ist der MEQ-Test?

Der MEQ zeigt eine hohe Korrelation (r = 0,82) mit objektiven Markern des zirkadianen Rhythmus: Melatoninphase und Körpertemperaturminimum. Die Test-Retest-Reliabilität beträgt 0,87. Er ist eines der am besten validierten Instrumente der Chronobiologie.

Kann man seinen Chronotyp ändern?

Der Chronotyp wird zu etwa 50% durch Genetik bestimmt. Er ändert sich jedoch natürlich mit dem Alter: Jugendliche verschieben sich zum Abendtyp, während ältere Erwachsene (nach 50) sich zum Morgentyp verschieben. Regelmäßige Lichtexposition, körperliche Aktivität und Essenszeiten können zirkadiane Präferenzen teilweise verändern.

Wie kann ich die Testergebnisse nutzen?

Mit Kenntnis Ihres Chronotyps können Sie Ihren Tag so planen, dass die anspruchsvollsten Aufgaben mit Ihrem kognitiven Leistungshöhepunkt zusammenfallen. Morgentypen sind in der ersten Tageshälfte am produktivsten, Abendtypen gegen Abend. Es hilft auch bei der Wahl optimaler Trainingszeiten und der Verbesserung der Schlafqualität.

Wie unterscheidet sich der MEQ von anderen Chronotyp-Tests?

Der MEQ bewertet subjektive Präferenzen anhand von 19 Fragen. Er wird ergänzt durch: rMEQ (Kurzversion mit 5 Fragen), MCTQ (Münchner Chronotyp-Fragebogen, basierend auf tatsächlichen Schlafmustern) und CSM (Composite Scale of Morningness). Der MEQ bleibt der Goldstandard für die Forschung.

Anleitung

Beantworten Sie jede Frage, indem Sie die Option wählen, die Ihre natürlichen Vorlieben am genauesten beschreibt. Stellen Sie sich einen freien Tag ohne Verpflichtungen vor. Antworten Sie ehrlich: Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten.

Bereit zu starten?

Über 1500 wissenschaftlich validierte Tests. Völlig kostenlos und ohne Registrierung.